Was steckt dahinter?
Waffen basieren auf:

  • der Herstellung von Mikroorganismen (Bakterien, Toxinen, Viren, Pilze oder Parasiten) bzw.
  • der Verbreitung der Stoffwechselprodukte der oben erwähnten Mikroorganismen.

Verlauf:
Infektion von Menschen, Tieren und Pflanzen über:

  1. Einatmung
  2. Tröpfcheninfektion
  3. Übertragung durch Lebensmittel
  4. Übertragung durch Insekten

Biologische Kriegsführung / Unfälle

Maßnahmen nach Kontamination:

Nach Ausbringung von B-Kampstoffen können Mikroorganismen von Personal, Ausrüstung oder Fahrzeugen entfernt werden.

Eine Dekontamination bzw. Desinfektion biologischer Kampfstoffe kann durchgeführt werden.

Geschichtlicher Hintergrund:

  • 1346: Mit der Pest infizierte menschliche Körper wurden über die Stadtmauern von Kaffa geschleudert.
  • 1850: Die Briten verwenden mit dem Pockenvirus verseuchte Decken, um gegen die Amerikanischen Indianer zu kämpfen.
  • 1915: Deutsche Spione verwenden in verschiedenen Ländern Milzbranderreger.
  • 1925: Genfer Protokoll von 30 Nationen unterzeichnet. Verwendung von B-Waffen im Krieg verboten.
  • 1932: B-Waffen durch Japan an 3.000 chinesischen Kriegsgefangenen getestet.

  
  

  • 1942/43: Britische Wissenschaftler betreiben auf Gruinard Island Experimente mit Milzbrandbakterien. Das Gebiet ist über Jahrzehnte kontaminiert.
  • 1940-44: Milzbrandbakterien seitens Japan in chinesischen Städten eingesetzt.
  • 1969: USA verkündet Verzicht auf die weitere Entwicklung von B/C-Waffen.
  • 1950/66: USA führt Experimente mit nicht-pathologischen Mikroorganismen in Städten wie San Francisco und New York durch.
  • 1972: Unterzeichnung der B-Waffen-Konvention, die seit dem 26.03.1975 gültig ist.
  • 1979: Milzbrandunglück in Swerdlowsk, UdSSR.
  • 1995: Irak stellt B-Waffen her.
  • 1998: Israel und Südafrika forschen an genspezifischen B-Waffen.
  • 2000: B-Waffen-Konventionen von 143 Nationen unterzeichnet.