Strahlung
Die schädlichen Effekte von radiologischen und nuklearen
Agenzien (z. B. Radionukliden) resultieren aus der
Strahlung, die sie abgeben. Es gibt also zwei Arten von
Strahlungsgefahren: durch von außen einwirkende Strahlung und
durch radioaktives Material, das vom Körper absorbiert
wird.
Es gibt drei Hauptarten von Strahlung: Alpha- oder
Beta-Partikel und Gamma-Strahlen, die verschiedene
Materiepenetrationsfähigkeit haben, sowohl zwischen Personen
und der Strahlungsquelle, als auch innerhalb des Körpers.
- Alpha-Partikel (2 Protonen +
2 Neutronen ≈ He-Kern) können die abgestorbene
äußere Schicht menschlicher Haut kaum durchdringen und sind
daher nicht gefährlich, es sei denn, sie werden durch
Einatmen, Nahrungsaufnahme oder eine offene Wunde in den
Körper aufgenommen.
- Beta-Partikel (negative Elektronen oder
auch Positronen) haben eine höhere Penetrationsfähigkeit als
Alpha-Partikel und können die äußeren Hautschichten
durchdringen und - je nach Energie - bis zu einem Zentimeter
tief in Gewebe eindringen. Daher sind Beta-Partikel schädlich
für die äußeren Gewebeschichten des Körpers, aber nicht für
innere Organe, sofern sie nicht in den Körper aufgenommen
werden (z. B. durch Inhalation oder
Nahrungsaufnahme).
- Gamma-Strahlen (elektromagnetische
Strahlung) können den Körper durchdringen. Daher können die
Radionuklide, die sie abgeben, dem Körper außen und innen
schaden. Gamma-Strahlen können die meisten Materialien
durchdringen. Eine effektive Barriere benötigt einen
beträchtlichen Durchmesser an Erde, Blei, Benton oder
Wasser.